Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr zu Hagenow

Von Stadtinspektor Otto Kiencke.

Vor der Gründung.
Wie in allen kleinen Städten, so lag auch in Hagenow der Feuerlöschdienst von alters her einer Pflichtfeuerwehr ob, die aus den jüngsten Bürgern und Einwohnern der Stadt bestand und nach der Feuerlösch-Ordnung verpflichtet war, jährlich einmal zur Spritzenprobe und zur Einübung der Mannschaften anzutreten. Ein vorher bestimmter Teil der Mannschaften war verpflichtet bei jedem Gewitter sich im Spritzenhause einzufinden und dort bis nach Beendigung der Gefahr zu verbleiben. Ob diese Verpflichtungen immer pünktlich erfüllt wurden, ist nicht bekannt, soll auch nicht mehr untersucht werden.
Erste Gründung.
Mit der Zeit stellte sich der Nutzen einer mehr geordneten Bekämpfung der Feuerbrünste durch eine geschulte Feuerwehr heraus, und im Jahre 1885 traten in hiesiger Stadt 21 Männer zusammen, die eine freiwillige Feuerwehr gründeten, auch einen Vorstand wählten, der aus dem Hofzimmermeister Heins als Oberbrandmeister, dem Schornsteinfegermeister Moost Stellvertreter und 1. Zugführer, dem Tabaksfabrikanten Brinkmann, dem Kaufmann Schnapauff, dem Schlossermeister Schröder und dem Schmiedemeister Plog bestand. Zur Ausrüstung der Wehr wurde von der Stadt eine Beihilfe von 1850 M. erbeten, deren Bewilligung vom Magistrat befürwortet, vom Bürgerausschuss aber abgelehnt wurde. Die neue Feuerwehr konnte deshalb noch nicht ins Leben treten.

1887 – 1891

Im Jahre 1887 wurde vom Bürgerausschuss endlich die Beihilfe von 1850 M. bewilligt, und die Feuerwehr konnte nunmehr gebildet werden. Die erste Versammlung fand nach dem Protokollbuche am 15. Oktober 1887 statt, und ist somit die Feuerwehr an diesem Tage ins Leben getreten. Ein Protokoll vom 29. Oktober 1887, in welchem die Mitglieder die pünktliche Erfüllung der inzwischen vom Magistrat genehmigten Statuten geloben, ist von folgenden ersten Mitgliedern, später auch von den neu beigetretenen unterschrieben.: C. Heins, H. Moost, U. Schnapauff, C. Schröder, P. Brinkmann, D. Müller, C. Lehmann, D. Kiencke, L. Behncke, W. Bürger, P. Behncke, C. Kähler jun., Georg Dreher, Ernst Fischer, E. Eggers, L. Suderow, R. Lübbe, Karl Dreher, Paul Krull, U. Stock, G. Meinungen, J. Griewe, C. Bahlcke, P. Baade, Ch. Franck, Carl Glüer, Westphal, Vietense, C. Müller.
Die ersten Übungen fanden auf dem Schulhofe und in der Aula der höheren Schule statt. Der vom Magistrat als Oberbrandmeister bestätigte Hofzimmermeister Heins besichtigte mit Erlaubnis des Polizei – Präsidiums in Berlin die Einrichtungen der dortigen Feuerwehr und wohnte Übungen derselben bei, um den Dienst genau kennen zu lernen. Durch Beschluss des Magistrats und Bürger – Ausschuss vom 11. November 1887 wurde der Freiwillen Feuerwehr die Leitung des gesamten städtischen Feuerlöschdienstes übertragen. Der Oberbrandmeister hatte die technische Oberleitung auf dem Brandplatze und war deshalb nur an die Anordnungen des Bürgermeisters oder dessen Stellvertreters gebunden. Die Führerstellen, sowie die ersten Nummern bei den Spritzen und sonstigen Löschwerkzeugen wurden mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Zur Verstärkung der Druckmannschaft wurde von der Stadt eine genügende Anzahl jüngerer Einwohner überwiesen, welche auf der Brandstelle, unter die Befehle der Freiwilligen Feuerwehr trat. Zur Bedienung des Zubringers und zum Wasserschöpfen wurden bezahlte Arbeiten angenommen. Diese neue Ordnung des Feuerlöschwesens hatte zur Folge, das in der nächsten Zeit innerhalb der Stadt überhaupt keine Brände vorkamen, sondern nur kleine Brände außerhalb der Stadt, und die von dem Oberbrandmeister Heins vertretene Ansicht, das schon durch das Bestehen einer geschulten Feuerwehr Brandstiftungen verhütet würden, bekam recht. Leider verstarb der erste Oberbrandmeister bereits Ende des Jahres 1888, und der Bestand der Freiwilligen Feuerwehr wurde in Frage gestellt, weiles in der Wehr an einem geeigneten technischen Leiter fehlte. Deshalb übernahm der damalige Bürgermeister Hofrat Roeder vorläufig die Oberleitung, und der Bestand der Wehr war hierdurch nicht nur gesichert, sondern die Mitgliederzahl nahm dauernd zu.
Erste Auflösung.
Als nun aber der Magistrat im Jahre 1891 dem Bürgerausschusse eine neue Feuerlösch-Ordnung vorlegte, um die neue Ordnung des Feuerlöschwesens zu einer dauernden Einrichtung zu machen, verweigerte der Bürgerausschuss seine Zustimmung, obgleich die neue Ordnung mit seiner Einwilligung vor vier Jahren erfolgt war. Der Bürgerausschuss war inzwischen zu der Ansicht gekommen, das es richtiger wäre, wenn die Pflichtfeuerwehr selbständig neben der Freiwilligen Feuerwehr bestände, weil die Bürger und Einwohner sich eine Unterordnung unter die Freiwillige Feuerwehr nur höchst ungern gefallen ließen. Der Dienst der Freiwilligen Feuerwehr müsse deshalb auf die Bedienung einer Spritze beschränkt werden. Die Freiwillige Feuerwehr wollte sich diese Einschränkung ihrer bisherigen Tätigkeit nicht gefallen lassen und beschloss am 8. Oktober 1891 ihre Auflösung, zumal sie auch die vom Bürgerausschuss vertretene Ansicht nicht für richtig hielt; denn auch die Mitglieder der Pflichtfeuerwehr hatten es sich früher gefallen lassen müssen, unter das Kommando ihrer Mitbürger, namentlich der Schlangenmeister, zu treten.

1891 – 1893

Nach Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr wurde der ganze Feuerlöschdienst wieder der Pflichtfeuerwehr übertragen, bis sich am 11. August 1893 dem Wunsche des Bürgerausschusses entsprechend eine neue Freiwillige Feuerwehr bildete, welche die Bedienung einer Spritze(Nr. 2) nebst Schiebe- und Hakenleitern übernahm. Derselben wurden die gesamten Ausrüstungsgegenstände der früheren Freiwilligen Feuerwehr überwiesen. Der als Hauptmann gewählte Zimmermeister Klockmann wurde vom Magistrat bestätigt, und die neue Wehr war im ganzen 33 Mann stark. In der Generalversammlung am 2. Februar 1894 wurde einstimmig beschlossen, auch passive Mitglieder aufzunehmen, die keinerlei Verpflichtungen, aber auch keine Stimmberechtigung haben sollten. Dieser Beschluss hatte einen großen Erfolg, denn in der Generalversammlung am 12. Oktober 1894 konnte bereits mitgeteilt werden, das sich 107 passive Mitglieder zum Beitritt gemeldet hätten, was für die Kasse sehr erfreulich war. Die folgenden Jahre verliefen ohne besondere Ereignisse. Im Jahre 1901 legte Zimmermeister Klockmann wegen geschäftlicher Inanspruchnahme sein Amt nieder. Für ihn wurde in der Generalversammlung am 21. Juli 1901 Zimmermeister Karl Stuhrberg gewählt und vom Magistrat bestätigt. Im Laufe der nächsten Jahre entstanden bei verschiedenen Bränden Meinungsverschiedenheiten darüber, ob die Magistratsmitglieder und der Sachverständige des Magistrats berechtigt seien, einzelnen Mitgliedern der Wehr Befehle zu erteilen, oder ob diese nur den Befehlen ihres Hauptmannes Folge zu leisten verpflichtet seien. Vom Magistrat wurde die erste Ansicht vertreten, weil die Freiwillige Feuerwehr einen Teil der städtischen Feuerwehr bildete, die Feuerwehr war dagegen andere Ansicht. Die folge davon war, das die von den Magistratsmitgliedern erteilten Anordnungen unwillig ausgeführt wurden, und der Feuerlöschdienst darunter litt. Es gab auch wohl Mitglieder in der Feuerwehr, die ein erfolgreiches Löschen nicht für richtig hielten. In diese Zeit fällt nämlich das Erlebnis des Bürgermeisters einer größeren Stadt, der darüber später scherzhafter Weise folgendes erzählte: Hagenow hat eine sehr vernünftige Feuerwehr. Ich war einmal Zuschauer bei einem größeren Brande in Hagenow, und weil ich einige Erfahrungen im Feuerlöschdienst hatte, so hielt ich es für meine Pflicht den in meiner Nähe stehenden Feuerwehrleuten praktische Winke zu geben, in welcher Weise der Weiterverbreitung des Feuers am besten entgegengewirkt werden konnte. Mir wurde aber geantwortet: Wenn ein Teil des Gebäudes stehen bleibt, so ist nachher die Abschätzung des Brandschadens sehr schwierig, es könnte dabei ein Bruchteil herauskommen, der schwer zu berechnen sein würde. Und mein guter Rat wurde nicht befolgt.
Zweite Auflösung
Als im Jahre 1912 bei zwei Bränden die Differenzen zwischen Magistrat und Feuerwehr sich immer mehr verdichteten, und die Wehr einer Aufforderung des Magistrats, betr. Ausschluss eines Mitgliedes, nicht nachkam, beschloss der Magistrat die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr und teilte dies allen Mitgliedern unterm 22. November 1912 schriftlich mit. Zugleich ersuchte er den bisherigen, aber vor der Auflösung aus der Wehr ausgetretenen Hauptmann, Zimmermeister Stuhrberg, die Führung der Bedienungsmannschaften der Hydranten und der Spritze Nr. 2, welche zum Teil der Freiwilligen Feuerwehr angehört hatten, zu übernehmen.
Dritte Gründung. 1912
Nach der Auflösung bildete ein Teil der Mitglieder eine Vereinigung unter dem Namen „Freiwillige Feuerwehr a. D.“, die noch längere Zeit bestand.
Ein anderer Teil der Mitglieder gründete Ende 1912 eine neue Freiwillige Feuerwehr, welcher wieder eine Spritze und die Leitern überwiesen wurden.
Nach kurzem Bestehen der neuen Wehr brach der Weltkrieg aus, der die meisten Kameraden in`s Feld rief, von denen fünf für das Vaterland fielen. Dies waren die Kameraden Schicker, Brockmüller, Rudolph, Gast und Petzold, die für das Vaterland ihr Leben gelassen und nicht in die Heimat zurückkehren konnten.
Sondern in fremder Erde bestattet sind. Zur Ergänzung der Wehr während des Krieges stellte sich von den in der Heimat zurückgebliebenen Männern bereitwillig eine größere Anzahl zur Verfügung.
Nach Beendigung des Krieges nahmen die zurückgekehrten Kameraden ihre Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr wieder auf. Die erste Generalversammlung nach dem Kriege fand am 29. März 1919 statt, in welcher der bisherige Hauptmann Stuhrberg wegen Krankheit von seinem Amte zurückgetreten war. Es wurde einstimmig der Bauunternehmer Bernhard Stiehr gewählt, der auch vom Magistrat bestätigt wurde. Im Laufe der nächsten Jahre brach sich die Überzeugung immer mehr Bahn, das es doch richtiger sei, sämtliche Feuerlöschgeräte durch die geschulte Freiwillige Feuerwehr bedienen zu lassen, und in der Generalversammlung am 28. Mai 1921 wurden denn auch der Feuerwehr sämtliche Löschgeräte vom Rat übergeben. Es wurde somit, die bereits vor länger als 30 Jahren noch Errichtung der ersten Freiwilligen Feuerwehr getroffene Einrichtung wieder eingeführt was eine freudige Genugtuung für die noch lebenden Mitglieder der ersten Feuerwehr war. Durch eine stadtverfassungsmäßig beschlossene und vom Landesverwaltungsrat am 16. Juli 1921 bestätigte neue Feuerlösch-Ordnung wurde diese Einrichtung zu einer dauernden gemacht. Gleichzeitig wurde auch das Statut der Freiwilligen Feuerwehr entsprechend abgeändert und dem Hauptmann die Bezeichnung Brandmeister beigelegt.
Steigerturm.
Am 24. Juli 1921 wurde der auf dem Hagen erbaute neue Steigerturm eingeweiht, wozu Abordnungen der Wehren aus Schwerin, Ludwigslust und Lübtheen erschienen waren. Zu dem Turm hatte die Stadt das Holz geliefert, während die Hand- und Spanndienste größtenteils von Mitgliedern der Feuerwehr geliefert waren. Am 3. Dezember 1921 verstarb der Brandmeister Bernhard Stiehr, und wurde an dessen Stelle in der Generalversammlung am 17. Dezember 1921 der Architekt Ernst Stoll einstimmig gewählt, auch vom Rat der Stadt bestätigt.
Verbandstag.
In den Tagen vom 7. bis 9. Juli 1923 wurde hier der 28. Verbandstag der Freiwilligen Feuerwehren bei der Mecklenburg unter größer Beteiligung der Auswärtigen Wehren abgehalten.
Sterbekasse.
In der Generalversammlung am 21. Juli 1923 wurde eine Sterbeunterstützungskasse gegründet, für welche in der Generalversammlung am 15. Dezember 1923 eine besondere Satzung beschlossen wurde.
Feuermeldeanlage.
Am 29. November 1924 wurde die von der Stadt eingerichtete, elektrische Feuermeldeanlage der öffentlichen Benutzung übergeben.

Statutenänderung.
In der Generalversammlung am 28. März 1925 wurde ein neues Statut welches im Wesentlichen der vom Ministerium des Innern herausgegebenen Mustersatzung entspricht und sich der neuen Landesfeuerlöschordnung anpasst angenommen. Nach beselben führt der Brandmeister jetzt die Bezeichnung „Wehrleiter“, während der den Feuerlöschdienst leitende Vertreter der Ortpolizeibehörde die Bezeichnung „Brandmeister“ führt. Nach der Landesfeuerlöschordnung ist das Verhältnis zwischen dem Brandmeister und der Feuerwehr dahin geordnet das jeder auf dem Brandplatze Anwesende den Anordnungen des Brandmeisters Folge zu leisten hat. Die vom Ministerium gewünschten Änderungen des Statuts wurden in der Generalversammlung am 19. März 1926 beschlossen und darauf das Statut als Anlage zu Feuerlösch-Ordnung der Stadt Hagenow vom 22. Mai 1926 vom Landesverwaltungsrat bestätigt.
Sanitätsunterricht.
Am 30. November 1926 wurde ein Sanitätsunterricht unter der Leitung des Kreismedizinalrats eröffnet, zu welchem sich acht Mitglieder meldeten, die eifrig an dem Unterricht teilnehmen. Durch diesen Unterricht und die damit verbundenen praktischen Übungen erhalten die Mitglieder eine sichere Gewähr dafür, dass sie im Falle eines Unfalles sofort von geübter Hand behandelt werden. Das solche Unfälle im Feuerlöschdienste leider unvermeidlich sind, hat uns die Vergangenheit gelehrt.

Unfälle.

Um die Verdienste und Opfer derjenigen Kameraden nicht zu vergessen, die im Dienste der guten Sache Unfälle erlitten haben, seien die in den letzten 40 Jahren vorgekommenen Unfälle hier zusammengestellt. Es erlitten Unfälle, die mit vorübergehender Erwerbsunfähigkeit verbunden waren.:
1. Feuerwehrmann Aug. Sylvester am 3. Juli 1899
2. Steiger Fritz Rieß am 2. Juli 1923
3. Steiger Paul Voß am 2. Juli 1923
4. Steiger Rudolf Beckmann am 20. April 1927.
Die Zahl der Unfälle ist jedoch gering im Verhältnis zu der Zahl der in demselben Zeitraum vorgekommenen Brände.

Brände.

Damit auch diese nicht in Vergessenheit kommen sollen sie ebenfalls einzeln aufgeführt werden.:
1888, April 3., Schleesche Windmühle,
1890, Juli 21., Weißgerber Behndesche Scheune,
1891, September 6., Wehersche Windmühle,
1891, Oktober 5., Viehhändler Behrens, Strohmiete,
1892, Dezember 20., Uhrmacher Hempel, Wohnhaus,
1892, Dezember 26., Fuhrmann H. Thoms, Scheune,
1893, Juli 15., Kaufmann Lebahn, Hintergebäude,
1893, September 23., Böttchermeister Hannack, Haus,
1894, Januar 26., Schmid Vick, Wohnhaus,
1894, Januar 26., Bäcker Lange, Schornsteinbrand,
1894, April 1., Herbergswirt Karsten, Stall,
1896, März 1., Witwe Grothkast, Scheune,
1898, März 11., Dekonom Jessel, Strohmiete,
1898, Juni 13., Zimmermeister Stuhrberg, Sägerei,
1898, September 25., Arbeiter W. Jepsen, Stall,
1898, Dezember 9., Dampfziegelei, Stall,
1899, September 24., Dampfziegelei, Schuppen,
1900, Januar 10., Schneidermeister F. Jarmer, Nebengebäude,
1900, August 25., Rentner Herm. Biebow, Wohnhaus,
1900, November 22., Schlachtermeister w. Pichhardt, Hinterhaus,
1901, Mai 25., Dekonom Jessel, Scheune,
1902, April 3., Gebr. Mahn, Wohnhaus,
1902, April 12., Gastwirt Iwan, Stall,
1903, Januar 20., Kaufmann Meienburg, Haus,
1903, April 29., Bäckermeister Heincke, Backhaus,
1903, Oktober 7., Schützenwirt Kuhrt, Stall,
1904, April 23., Handelsmann Stübe, Wohnhaus,
1904, August 28., Brauereibetrieb Fischer, Hintergebäude,
1905, August 28., Fuhrmann Thoms Sen., Wohnhaus,
1906, September 17., Ziegeleibesitzer Egeling, alte Ziegelei,
1908, Januar 20., Gastwirt Behncke, Haus,
1908, Oktober 22., Fuhrmann Dankert, Scheune,
1908, Oktober 23., Zimmermann Struck, Stall,
1909, Februar 12., Lohgerbermeister Baarcke, Hintergebäude,
1909, April 26., Kaufmann Meinungen, Hintergebäude,
1909, April 26., Kaufmann Gosche, Hintergebäude,
1909, Juli 13., Schlachter Lühr, Wohnhaus,
1909, Juli 19., Gebr. Mahn, Wohnhaus,
1909, Juli 19., Arbeiter Reincke, Wohnhaus,
1909, Juli 19., Schlachter Frähmcke, Wohnhaus,
1909, August 20., Maurermeister Puls, Scheune,
1909, Oktober 20., Gastwirt Lambrecht, Haus,
1910, Mai 28., Kaufmann Schnapauffs Erben, Haus,
1910, August 17., Kaufmann Willebrand, Stall,
1910, August 17., Ackerbürger Julius Fincke, Haus,
1910, August 17., Klempnermeister Scharf, Haus,
1911, Juni 4., Witwe Wiepcke, Haus,
1911, August 13., Stadtforst, Waldbrand,
1911, November, Böttchermeister Weber, Haus,
1912, Juni 29., Bierverleger Pagel, Haus,
1912, August 2., Schneidermeister Frenz, Haus,
1912, August 4., Witwe Bruhn, Stall,
1912, August 4., Fuhrmann Danckert, Stall,
1913, Januar 16., Arbeiter Krause, Stall,
1913, Oktober 13., Bäckermeister Reincke, Haus,
1916, Dezember 7., Ackerbürger Gammelin, Strohmiete,
1918, Februar 5., Zimmermeister Klockmann, Sägerei,
1918, Juni 11., Schmiedemeister Ahrens, Schmiede,
1920, Juli 4., Arbeiter Herm. Prösch, Stall,
1921, Januar 23., Kaufmann Meinungen, Lagerplatz,
1921, August 2., Stadtforst, Waldbrand,
1922, Mai 31., Hofwagenbauer Kröppelin Erben, Stall,
1922, Oktober 1., Kirche, Orgel,
1922, Oktober 5., Sieben Eichen, Stall,
1923, Oktober 22., Kaufmann Röwe, Haus,
1924, Januar 22., Maurermeister Harloff, Kammer,
1924, Februar 13., Fabrikbesitzer Schlee, Fabrik,
1924, November 24., Ackerbürger Jul. Fincke, Scheune,
1924, November 24., Schlachtermeister Detherling, Scheune,
1925, Januar 2., Gastwirt Zapel, Küche,
1925, Mai 6., Färbereibesitzer Thiessies, Färberei,
1925, Juli 7., Tierarzt Schneider, Schuppen,
1925, September 19., Fabrikbesitzer Schlee, Fabrik,
1925, Oktober 9., Zigarrenmacher Koch, Stubenbrand,
1926, Februar 1., Lührsche Erben, Stubenbrand,
1926, Mai 20., Klockmannsche Erben, Haus,
1926, Mai 27., desgl.
1927, April 20., Gastwirt Zapel, Hinterhaus.


Löschhilfe in der Umgebung.
Nach der neuen Landesfeuerlösch-Ordnung ist die Feuerwehr auch verpflichtet, innerhalb 6 Kilometer Entfernung von Hagenow Feuerlöschhilfe zu leisten.
Die Feuerwehr hat diese Hilfe auch schon vor dem Inkrafttreten der Landesfeuerlösch-Ordnung in folgenden fällen geleistet.:
1920, November 15., in Kuhstorf,
1920, Dezember 2., in Kuhstorf,
1921, Mai 20., in Scharbow,
1923, April 22., Gramnitz,
1923, Dezember 20., in Scharbow,

Langjährige Dienstzeit.
Zum Schlusse sei noch derjenigen Kameraden gedacht, die sich durch eine langjährige treue Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet haben. Es sind dies:
1. Spritzenführer Sylvester, welcher 30 Jahre Mitglied ist;
2. Hydrantenführer W. Ahrens, welcher der Wehr 30 Jahre angehört;
3. Stellvertr. Brandmeister Kludaß und
4. Feuerwehrmann Au, welche 28 Jahre Mitglieder sind.

Ehrenmitglieder.

Zu Ehrenmitgliedern hat die Freiwillige Feuerwehr folgende Kameraden ernannt:
1. Zimmermeister Karl Stuhrberg am 29. März 1919;
2. Klempnermeister Karl Kähler am 12. März 1921;
3. Stadtinspektor Otto Kiencke am 29. Dezember 1924.

Möge die Freiwillige Feuerwehr sich noch lange als eine zuverlässige Einrichtung für unsere Stadt und Umgebung bewähren.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!